Der Rotklee...

Vitalstoffpaket, Insektenfutter & GARTENHELFER

Fast auf jeder Wiese blicken von Mai bis September die zahlreichen kugeligen rotweißen - rotvioletten Igelköpfchen des roten Wiesenklees hervor. 

Doch leider wird ihm meistens nicht so viel Beachtung geschenkt, das ist sehr schade, denn er kann für unsere Gesundheit so einiges tun.

Die bis zu 50 Zentimeter langen, oft rot überlaufenden Kleestängel wachsen teppichartig aus einem kurzen Wurzelstock. 


Die dreiblättrigen, länglichen Kleeblätter tragen in der Mitte einen unverkennbaren hellen Fleck, Stängel wie Blätter sind weißlich behaart.

Neben Soja und der Traubensilberkerze wird Rotklee, besonders geschätzt wegen seiner Phytohormone, die dem weiblichen Östrogen sehr ähnlich sind. Die pflanzlichen Östrogene werden in der Medizin sowie in der Naturheilkunde bei klimakterischen Beschwerden eingesetzt.

 

Auch unsere heimischen Insekten lieben ihn für seinen Nektar, denn im Blütenkopf sind zahlreiche längliche Einzelblüten vereint, die meist nur von langrüsseligen Hummeln besucht und bestäubt werden. Sie lieben die süßlichen Rotkleeblüten, wahre Pollenquellen für unsere Honigbienen... eine sehr ergiebige Honigweide sowie Raupenfutter für zahlreiche Schmetterlinge. 

 

In der Landwirtschaft und in unseren Gärten leistet er uns ebenfalls wertvolle Dienste, durch seine fantastische Eigenschaften der Gründüngung, als Boden Verbesserer ist Rotklee ein perfekter Gartenhelfer.

 

Mit seinen langen Wurzeln lockert er das Erdreich auf und kann uns so das Umgraben im Herbst ersparen.

Die an den Wurzeln lebenden Bakterien, können Stickstoff aus der Luft binden und ihn zusammen mit den Knöllchenbakterien im Boden, in pflanzenverfügbare Nährstoffe umwandeln - eine Wohltat für alle Pflanzen, da sie es gleich mit zur Verfügung gestellt bekommen.

Der ökologische Wert des einheimischen Wiesenklees ist unschätzbar und wird nur noch vom Weißklee übertroffen.

 

Der eiweißreiche Rotklee ist für viele Bauern die bedeutungsvollste Futterpflanze, da er nicht mit seinen Inhaltsstoffen für das Weidevieh geizt, er sorgt für viel Kraft und Energie. Rotklee ist so lebenskräftig und regenerationsfähig, dass er es leicht & locker verträgt, mehrmals im Jahr geschnitten zu werden, denn er ist robust, pflegeleicht, winterhart, meist ein- oder zweijährig.  

Roter Wiesenklee lässt sich problemlos in Beeten anpflanzen, wo er Hummeln, Bienen und Schmetterlingen eine reichliche Nahrungskette bietet.

 

Speziell in unseren Städten, könnten wir problemlos Insekten einen wertvollen Dienst erweisen, indem wir den Rotklee in Töpfe, Kästen, in Kübel auf Terrassen oder dem Balkon für sie pflanzen.

 

Einfach gestrickt ist der Rotklee definitiv nicht - ganz im Gegenteil!

Wiesenklee enthält Proteine, Gerbstoffe und ein wundervoll duftendes ätherisches Öl.

Roter Wiesenklee ist essbar, die Blätter und die Blüten schmecken süßlich nach Nektar, unter den Salat gemischt, in Kräuterquarks, für Suppen und Smoothies eine gesunde Wohltat.

 

Als alte traditionelle Heilpflanze hat er sich schon bei Hildegard von Bingen und anderen naturheilkundlichen Menschen einen Namen gemacht. Besondere Aufmerksamkeit bekam der Rotklee wegen seiner hormonartig wirkenden Isoflavonoide, die wohl unsere weiblichen Hormone ausbalancieren können. Deshalb wird er in der Frauenheilkunde bei verschiedenen hormonabhängigen Beschwerden eingesetzt, ganz typisch bei Wechseljahresbeschwerden.

 

Früher wie auch heute wurden innerlich die frischen oder getrockneten Blüten als Tee bei Atemwegserkrankungen, Bronchialleiden, verabreicht, was auf die Schleim- und krampflösende Wirkung der Flavonoide zurückzuführen ist. 

Rotklee fördert ebenfalls die Lebertätigkeit, unterstützt unsere Verdauung, wirkt entzündungshemmend, sowie Blutreinigend und der Stoffwechsel wird fleißig angeregt.

Nach längerer Erkrankung kann er zur Stärkung als Kur vier Wochen täglich getrunken werden. Zudem erhöht der Rotklee unser Wohlbefinden und wirkt ausgleichend bei depressiver Stimmung. 

Bei Halsschmerzen und entzündetem Zahnfleisch kann er zum Gurgeln verwendet werden.

 

Äußerlich angewendet kann Rotklee bei Hauterkrankungen wie z.B. Ekzemen und Schuppenflechte durch seine vielen Gerbstoffe helfen. Auch bei rheumatischen Beschwerden versprechen Umschläge aus Rotklee-Tee Linderung.

Durch seinen hohen Gehalt an Isoflavonoiden, den Vitaminen C- und B wirkt Rotklee Anti oxidativ, hautregenerierend und aktiviert den Zellstoffwechsel der Haut, somit wird er gerne zur Hautpflege verwendet. Auch unsere Hautdichte kann von Rotklee profitieren, sodass die Zellen vor Strahlung, Alterung und Falten geschützt sind. 

 

Mineralstoffe wie Magnesium, Kalium und Kalzium zählen zu den weiteren wertvollen Inhaltsstoffen vom Rotklee.

Salben und Cremes wirken einer Hautalterung entgegen. Die Blüten vom Rotklee erhöhen die Wasserspeicherkapazität der Hautzellen, was uns zu Gute kommt, da es zu mehr Dichte und Spannkraft der Hautzellen führt, wodurch es zur Minderung von Falten kommt....ein Anti-Aging- Effekt.

 

Rotklee enthält wahrhaftig eine  Vielzahl an gesundheitsrelevanten Substanzen für uns bereit.

Ob es um die verbesserte Bodenqualität, oder es sich um eine eiweißreiche Futterpflanze handelt...eben ein wahres Multi Talent!!!

 

Eine langfristige Anwendung von Rotklee ist aus heutiger Sicht möglich und scheint durch Studien abgesichert zu sein, dennoch ist es sinnvoll vorher mit einem Arzt, Heilpraktiker etc. zu sprechen, obwohl die angebotenen Präparate rezeptfrei zu beziehen sind.