Fokus

Der Fokus auf......

 

die wichtigen Dinge im Leben zu lenken, fällt zwar oft nicht leicht, hilft uns aber das zu erreichen, was wir uns vornehmen.

 

Die Energie folgt der Aufmerksamkeit!

 

Daher fokussiere ich mich monatlich in meinen Yoga-Stunden auf verschiedene Lebensthemen aus der Yoga-Philosophie, um stärkeren Einfluss auf unsere körperliche und geistig-seelische Gesundheit zu nehmen.

 

 

Mai 2021

Der 3. Niyama:

Tapas - inneres Feuer, Willenskraft stärken!

 

In unserem Monatsfokus werfen wir einen Blick auf das dritte Niyama - "Tapas", was Disziplin oder brennende Begeisterung bedeutet.

 

Wie schon des öfteren erwähnt, bekommen wir durch das Üben dieser Niyamas oder des Beobachtens ein tieferes Verständnis dafür, wie wir unsere Yogapraxis leben können und beginnen echte Veränderungen in unserem Leben vorzunehmen.

 

Das Wort "Tapas" leitet sich vom Wurzel-Sanskrit-Verb "Tap" ab, was brennen und ein Gefühl von feuriger Disziplin oder Leidenschaft hervorruft. Den Mut zu entwickeln, um "Unreinheiten" physisch, mental und emotional abzubrennen, um Einsicht in unser wahres Selbst zu bekommen.

 

In der Yogaphilosophie gilt "Tapas" als eine Geisteshaltung, die es uns ermöglicht, das innere Feuer, das Durchhaltevermögen in allen Facetten zu verwirklichen.

 

Mit dem Begriff "Tapas" ist eine Disziplin  gemeint, die wir auf uns nehmen, um uns weiter zu entwickeln, die wir mit Begeisterung oder Inbrunst ausführen. 

Auf dem Weg dahin werden Hindernisse, Wiederstände und Schmerzen auftauchen, doch wir bleiben bei unserer Absicht  und geben nicht auf. Wir handeln aus Liebe zu uns selbst, weil wir wissen, wohin wir wollen! 

 

"Tapas" ist die Kraft in uns, die uns hilft zu üben und zu trainieren, dabei zu bleiben, bis wir irgendwann ankommen.

 

Der Weg wird nicht immer einfach sein, manchmal braucht es etwas länger, als wir gedacht haben, aber diese Zeit ist für uns gut, in Übungen und Situationen hineinzuwachsen, egal wie lange es dauert. Grundsätzlich sind wir mit Freude dabei. Disziplin aus der Liebe und Freude heraus hat ein anderes Gefühl!

 

Wenn Du der Freude folgst, deine Stärke für das, was Du erschaffen willst einsetzt und eine klare Vision vor Augen hast, hilft dir "Tapas",einen Schritt nach dem anderen zu gehen.

 

Was auch immer deine Auslegung von "Tapas" ist, körperlicher Natur, geistiger Natur oder beides, es hängt alles von deiner inneren Stärke ab. Habe den Mut, den Muskel der Veränderung zu trainieren!

 

 

April 2021

Der 2. Niyama:

Santocha - Zufriedenheit, der Schlüssel zum Glück!

 

In den Yogas Sutren, den Ursprungstexten der Yogaphilosophie, hat Patanjali geschrieben, dass tiefe Zufriedenheit der Ursprung grenzenlosen Glückes ist. 

 

Doch ganz so einfach ist es nicht, denn Glück und Zufriedenheit ist nicht dasselbe, aber sie bedingen einander.

 

Während die Frage nach der Zufriedenheit dazu führt, sich über sein Leben Gedanken zu machen, bezeichnet Glück etwas Kurzfristiges und Momentanes.

 

Erst wenn wir aufhören, ständig Ereignissen, Wünschen, Zielen etc. hinterherzujagen, die uns vermeintlich das Glück in unser Leben bringen sollen, wird es uns erst möglich, zufrieden zu sein.

 

 Wenn Du Zufriedenheit und Glück im Außen suchst, ist es jedoch meist nur von kurzer Dauer.

 

Zufriedenheit ist ein weites Feld. Die Bandbreite des Wortes "zufrieden" reicht von wahrer Dankbarkeit für das, was ist, bis hin zu Umständen, die sich sowie so nicht ändern lassen.   

 

Zufriedenheit ist immer dynamisch, das bedeutet, wir können in unserem ganz alltäglichen Leben unserer Aufmerksamkeit auf Dinge richten, die nicht laufen, die uns nicht guttun und uns somit neu ordnen. Aktivismus an den Tag legen, unser Leben positiv und dauerhaft verändern.

 

Wenn Du Glück empfinden willst, solltest Du nicht ständig darüber nachdenken, was dir in deinem Leben fehlt, denn damit erzeugst Du Gefühle des Mangels und Unglückes. 

Denn Glück ist kein Zustand, sondern eine erlenbare Fähigkeit.

 

"Santosha" gibt uns einen Leitfaden, Dankbarkeit um Alltag zu praktizieren, um zu mehr Zufriedenheit zu gelangen.

Denn wer sich in Zufriedenheit übt, erfährt grenzenloses Glück.

 

 

März 2021

Der achtgliedrige Pfad nach Patanjali

Der zweite Pfad: die Niyamas - der Umgang mit dir selbst

Der 1.Niyama:

Shauca-durch Reinigung & Reinheit ....Klarheit finden!

 

Nachdem wir den ersten Pfad der Yamas erfolgreich hinter uns gelassen haben, widmen wir uns nun der zweiten Stufe des achtgliedrigen Pfades nach Patanjali, den Niyamas.

 

Wir erinnern uns an die fünf Empfehlungen, die die Yamas beinhaltet haben. Sie gaben uns Ratschläge zum Umgang mit anderen und der Umgebung.

 

Die Niyamas schenken uns ein weiteres Hilfsmittel im Umgang mit uns selbst. Wie wir feststellen werden, gehen die Yamas und Niyamas miteinander Hand in Hand.

 

Das 1.te Niyama - "Shauca" - wird in Sanskrit als "das Geklärte" übersetzt. 

Es bedeutet:

Durch Reinigung & Reinheit .....Klarheit finden!

 

In diesem Sutra geht es um die innere und äußere Reinheit.  

 

Bei der inneren Empfehlung geht es darum, den Körper durch gesunde Nahrung gesund zu erhalten, ihm möglichst keinen Schaden zuführen. 

Die körperliche Hygiene betrifft das Äußere, den Körper zu reinigen und zu pflegen.  

Und zu guter Letzt die Reinheit der Gedanken, Blockaden lösen, den Geist zu klären.

 

"Shauca" bietet uns die Möglichkeit, langfristig eine Verbesserung meiner Lebensqualität und Lebenszufriedenheit durch erhöhte Selbstkontrolle und vermehrtem Selbst-Management zu erreichen.

Ich nehme dadurch mein Leben in die Hand und gestalte es aktiv selbst.

 

Übe "Shauca", beobachte dich, handle rein im Innen und Außen und empfange immer mehr Klarheit!